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Religion

Meru-Türme

Gestufte Schreine mit schwarzen Palmfaserdächern, Symbole des heiligen Berges

Der meru ist die markanteste Silhouette eines balinesischen Tempels: ein schlanker Schrein, der sich in einem Stapel gestufter Dächer erhebt wie eine Pagode. Er stellt den Berg Meru dar, den mythischen Berg im Zentrum des Universums und Heimat der Götter. Auf Bali wird dieser kosmische Berg zudem eng mit den Vulkanen der Insel gleichgesetzt, allen voran dem Mount Agung, dem heiligsten Gipfel der Insel.

Ein meru hat stets eine ungerade Zahl von Dächern, von drei bis zu elf. Die Zahl spiegelt den Rang der dort verehrten Gottheit oder des vergöttlichten Ahnen wider; elf Stufen sind den bedeutendsten vorbehalten. Die Dächer sind traditionell mit ijuk gedeckt, der schwarzen Faser der Zuckerpalme, die langlebig ist und den Türmen ihre dunkle, zottelige Struktur verleiht. Merus stehen im innersten Hof eines Tempels.

Einige der meistfotografierten Ansichten der Insel zeigen merus. Am Pura Ulun Danu Beratan scheint ein elfstufiger meru, Siwa und Parwati geweiht, auf dem See zu schweben. Am Pura Taman Ayun ehren Reihen von merus die vergöttlichten Herrscher des alten Königreichs Mengwi. In Besakih erheben sich viele merus am Hang des Mount Agung und bilden vor dem Vulkan eine dramatische Skyline.

Höhepunkte

  • Elfstufiger meru am Ulun Danu Beratan
  • Reihen von merus am Taman Ayun
  • Schwarze Ijuk-Palmfaserdeckung
  • Merus, die die Hänge von Besakih hinaufsteigen

Gut zu wissen

  • Zählen Sie die Dächer: je mehr Stufen, desto bedeutender die verehrte Gottheit.
  • Kommen Sie am frühen Morgen zum Ulun Danu Beratan, wenn das Wasser ruhig ist und weiches Licht auf dem meru liegt.
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Bali: Culture, Tradition & Religion

Opfergaben, Zeremonien, Tempel und Glaubensvorstellungen: 100 kurze Kapitel darüber, was die balinesische Kultur von allem anderen unterscheidet.